Aktuelles
TODESNACHRICHT
In tiefer Trauer gibt die Österreichische Flötengesellschaft bekannt, dass Günter Voglmayr,
Mitglied der Wiener Philharmoniker, nach langer, schwerer Krankheit am 11. Jänner 2012 gestorben ist.
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18. Dezember 2011, um 19:30 Uhr,
im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses
Marina PICCININI
Liebes ÖFG-Mitglied,
ich möchte heute im Auftrag unseres ÖFG-Präsidenten Univ.Prof. Raphael Leone ein sehr interessantes Konzert ankündigen,
das aber LEIDER im Konzerthaus-Programm nicht entsprechend beworben ist und leicht übersehen werden kann, da es im Zusammenhang mit einer Lesung steht:
Marina PICCININI spielt am Sonntag, 18.Dezember 2011 um 19:30 Uhr im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses
Werke für Flöte SOLO, zur Lesung des Andersen Märchens "Die Nachtigall" mit Sunnyi Melles:
Pierre Octave Ferroud: Jade (Trois Pièces Orientales Nr. 2)
Yuko Uebayashi: Le vent à travers les ruines
Eugène Bozza: Image op. 38 für Flöte solo (1940)
Camille Saint-Saëns: Volière (Le carnaval des animaux / Der Karneval der Tiere) (1886)
Kazuo Fukushima: Mei
Jacques Ibert: Pièce
Pierre Octave Ferroud: Toan-yan (Trois Pièces Orientales Nr. 3)
Infos bezüglich Kartenbestellung unter http://konzerthaus.at/
Alle die beim 7. Flötenfest am 26. November 2005 dabei waren, erinnern sich noch bestens an die fulminante Darbietung der Uraufführung des Flötenkonzertes von Miguel Kertsman durch Marina Piccinini.
Wer also dem Advent- und Weihnachtsstress etwas entfliehen will, sollte sich dieses Konzert nicht entgehen lassen.
Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest
und viel Erfolg für 2012!
MfG für die ÖFG
Ihre/ Eure Heidi KOHLBAUER
VERKAUF
Flötenkopf "Pearl-18k-vivo" sehr günstig zu verkaufen
Infos unter: Maria Beatrice Cantelli
20.09.2011
FLÖTE ZU VERKAUFEN:
Flute Makers(Lehner) Silberkopf mit Goldkamin, NP:€700.-, VP:€350.-
Ursula Jungwirth
Tel. 0664 - 5934224 Email: ursjungwirth@gmx.at
28.7. - 6.8.2011
Für Studenten, die sich im Piccolospiel perfektionieren wollen, konnte heuer in FISS
"Monsieur Piccolo" JEAN-LOUIS BEAUMADIER als Dozent verpflichtet werden.
Kürzlich habe ich sehr informative Seiten entdeckt.
Schaut mal rein!
www.classicalmasterclasses.com
Philipp Hammig Piccolo vermisst
In der Nacht vom 10. auf 11. März 2011 wurde ein
Philipp Hammig Piccolo, Ebenholz mit Reformkopf, Nummer 27275
in schwarzem Etui mit orangen Stoffpferd als Anhänger
in einem silbernen Großraumtaxi liegen gelassen und wurde bis jetzt noch nicht abgegeben.
Falls Ihnen Informationen diesbezüglich zu Ohren kommen bitte ich Sie um Nachricht.
Kontakt: Nicole Heibl , Tel. 0650-8208678
ANKÜNDIGUNG
Freitag, 4. März 2011, um 20.00 Uhr
Gläserner Saal / Magna Auditorium im Wiener Musikverein
(1010 Wien, Bösendorferstraße 12)
„Mit Luft und Liebe..“
Roxana Constantinescu, Mezzosopran
Walter Auer, Flöte - Soloflötist der Wiener Philharmoniker
Christopher Hinterhuber, Klavier
Mit Luft und Liebe ….“
Werke von Franz Schubert, Camille Saint-Saëns und George Enescu
(Detailprogramm siehe >>> Programm
Karten erhältlich an der Tageskasse des Wiener Musikvereins
Adresse: 1010 Wien, Bösendorferstraße 12
Tel: +43 1 5058190
E-Mail: tickets@musikverien.at
Internet: www.musikverein.at
FLÖTE ZU VERKAUFEN:
14 K Rotgold Yamaha Flöte, inline, Ringklappen, unterschnittene und gelötete Tonlöcher mit C-Fuß.
Das Kopfstück ist von Harry Gosse ebenfalls 14 k Rotgold. Der Zustand ist einwandfrei.
Preis auf Anfrage.
Felicitas Meyer Tel. 0049 173 93 19 120
DIEBSTAHL
Am 8. Juni 2010, gegen 14:30 Uhr, wurde am Flughafen München mein Instrument gestohlen.
Dabei handelt es sich um eine
Querflöte aus Grenadill
Hersteller: Sankyo, Japan
Seriennummer: 0055
Im Flötenkoffer befindet sich neben einem H-Fuß auch ein D-Fuß
>>> Bilder
Anzeige wurde bei der Polizeistelle am Münchner Flughafen erstattet.
für Hinweise bin ich dankbar.
Tel: +49 (0)163 792 1574
E-Mail: an.stadler@arcor.de (Andreas Stadler)
Am Sonntag 25. April 2010 ist der Komponist, Arrangeur, Flötist, Klarinettist und Saxophonist Bill HOLCOMBE in seinem Haus in Trenton (New Jersey), im Kreise seine Familie im Alter von 85 Jahren verstorben.
Die ÖFG-Mitglieder hatten die Möglichkeit, seine ansteckend aufmunternde Weise des Umgangs mit JEGLICHER ART von Flötenmusik erleben und genießen zu dürfen.
Durch diese für alle Teilnehmer äußerst wertvollen Beiträge (Workshops, Konzerte) bei mehreren ÖFG-Flötenfesten und seine ansprechenden Arrangements haben wir Bill SEHR schätzen gelernt.
Lieber Bill: DANKE für die wunderschönen Stunden im Kreise der ÖFG und dein vielseitiges musikalisches Vermächtnis!
Wir werden dir stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Hier einige Links zu interessanten Beiträgen im Andenken an Bill:
http://www.facebook.com/notes/bill-holcombe/a-note-from-musicians-publications/124907630859178
http://www.jazz-flute.com/?p=206
Am 17. September 2010 wäre der 100. Geburtstag von unserem geschätzten Prof. Hans REZNICEK.
Aus diesem Anlass ersuche ich alle seine ehemaligen Studenten, sich bei mir telefonisch (0676 971 9232) oder per Mail (oefg@gmx.at) zu melden. Bitte einfach weitersagen!
Bill Holcombe schwer erkrankt ...
Am Sonntag, 18.4 wird Bill Holcombe zu Ehren in seiner Heimatstadt Trenton, NJ ein großes Konzert gegeben.
Die ÖFG wünscht dir schnelle Besserung und eine rasche Genesung.
Einige interessante Informationen über Bill findet Ihr in dem unten angeführten Link.
www.facebook.com/pages/Bill-Holcombe/111104098909954?ref=ts
Interview mit Peter-Lukas Graf
Peter-Lukas Graf
(* 5. Januar 1929 in Zürich, ist ein Schweizer Flötist )
Graf studierte Flöte in Zürich bei André Jaunet sowie in Paris bei Marcel Moyse und Roger Cortet und erhielt am Conservatoire national de Paris den Ersten Preis als Flötist und das Diplom als Dirigent. Außerdem gewann Graf den Ersten Preis am Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und den Bablock Preis des H. Cohen International Music Award in London. Seit 1973 ist er Dozent für Flöte an der Musik-Akademie der Stadt Basel und lebt in Binningen. Er unterrichtet bei vielen internationalen Meisterkursen und ist gefragter Juror bei internationalen Musikwettbewerben.
Das Interview wurde anlässlich des 80. Geburtstages geführt. Wir danken Hr. Peter-Lukas Graf für die Veröffentlichung. Interviewer: Forough Djafar-Zadeh-Karim (F), Interviewpartner: Peter-Lukas Graf (G)
>>> Peter-Lukas Graf in Basel (Jänner 2009) - BILDER (Tip: rechte Maustaste, in neuem Fenster öffnen)
F: Lieber Meister Graf, ich freue mich, an der Feier Ihres 80. Geburtstags und dem Festkonzert Ihrer ehemaligen Studenten teilhaben zu dürfen. Sie haben sich freundlicherweise bereit erklärt, bei dieser Gelegenheit einige Fragen zu beantworten, die mir persönlich am Herzen liegen.
Im Jahre 1984 besuchte ich Ihren Meisterkurs in Lenk. Mein Umgang mit der Flöte wurde dadurch so massgeblich beeinflusst, dass ich Sie seither ganz unwillkürlich mit „Meister“ anrede und immer auch als Meister bezeichne. Zweifellos bin ich damit nicht allein. Wie fühlen Sie sich selber als Meister?
G: Dieser Ehrentitel hat mich anfänglich sehr befremdet. Zwar war ich mir eines gewissen Vorsprungs an Erfahrung gegenüber jüngeren Flötisten bewusst. Aber dies machte meiner Ansicht nach noch keinen Meister. Mittlerweile lernte ich zu akzeptieren, dass wir oft nicht wissen, welchen Einfluss und welche Wirkung wir auf Andere haben. Ich weise deshalb niemanden mehr zurück, der mich als Meister empfindet. Und mit etwas Selbstironie freue ich mich sogar darüber.
F: In meiner Arbeit mit StudentInnen spielt das Thema „Lampenfieber“ eine große Rolle. Haben Sie sich während Ihrer beruflichen Karriere mit diesem Problem beschäftigt?
G: Wenn man mit dem Wort „Lampenfieber“ Nervosität und Panik vor dem Auftritt meint, die dann während des Konzertes wie weggeblasen sind, dann bin ich kein typischer Lampenfieber-Mensch. Ich erscheine vor einem Auftritt für meine Umgebung oft beneidenswert ruhig, fühle mich selber aber wie gelähmt, beinahe apathisch. Es überkommen mich Gefühle und Gedanken sozusagen existenzieller Unsicherheit. Sie sind leider schwer zu bekämpfen.
F: Hatten Sie StudentInnen, die durch „Lampenfieber“ gehemmt wurden und bei denen dabei ihre Fähigkeiten nachgelassen haben?
G: Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich oft festgestellt, dass meine StudentInnen in öffentlichen Aufführungen eher besser spielten als vorher im Klassenzimmer. Sie steigerten sich, wirkten auf dem Podium sicherer und freier - offensichtlich befreit von der Unterrichts-Atmosphäre unter meiner „Fuchtel“ (lacht).
F: Glauben Sie, dass Ernährung bei MusikerInnen eine Rolle spielt?
G: Selbstverständlich spielt Ernährung für unsere Gesundheit und für unser Wohlbefinden ganz allgemein eine wichtige
Rolle. Wir MusikerInnen müssen sie zudem auf bestimmte Momente abstimmen. Die Verdauung nimmt beispielsweise nach einem schweren Essen viel Kraft in Anspruch und würde sich im Konzert ungünstig auswirken. Das Verspeisen von Nüssen vor dem Spielen könnte für einen Flötisten lebensgefährlich werden. Und so weiter. Jeder muss wohl selber herausfinden, was für seine physische und psychische Situation am besten ist. Manche verzichten auf jegliche Mahlzeit vor dem Konzert. Ich selber machte die Erfahrung, dass ich mit leerem Magen auf der Bühne übersensibel reagiere.
F: Während meiner Studienzeit war das Üben mit dem Stimmgerät tabu, bis 1988 Aurèle Nicolet uns StudentInnen nahelegte, damit zu arbeiten. Was meinen Sie dazu?
G: Ich sehe im Stimmgerät – ähnlich wie im Metronom – ein geeignetes Mittel für gelegentliche Kontrolle. Unser Gehör gewöhnt sich z.B. leicht an einzelne schlecht intonierte Töne. Denken Sie an das cis2 auf der Flöte! Oder an die Tendenz, in der dritten Oktave zu hoch und in der ersten zu tief zu spielen! Beim Vergleich mit dem Stimmgerät kann man dann grosse Überraschungen erleben. Hingegen finde ich es unsinnig, mit dem Gerät vor der Nase zu üben. Wir müssen versuchen „musikalisch rein“ zu spielen. Das hat mit perfekt temperierter Stimmung, d.h. mit der Anzeige auf dem Gerät nichts zu tun. Deshalb würde ich sagen: Kontrolle anhand des Stimmgerätes ja, Üben mit Stimmgerät nein!
F: Hatten Sie bei Aufnahmeprüfungen an der Musikakademie Basel immer die talentiertesten StudentInnen ausgewählt?
G: Ja gewiss! Was für andere Kriterien gäbe es denn? Es kam höchstens vor, dass ich einen Schweizer Kandidaten speziell zu berücksichtigen hatte, weil die staatlich subventionierte Schule es vermeiden musste, nur Ausländer zu aufzunehmen.
F: Haben Sie mit StudentInnen Enttäuschungen erlebt, in dem Sinne, dass sie nicht den in sie gesetzten Erwartungen entsprachen?
G: Ja, aber es war mein Fehler, nicht der Fehler der StudentInnen. Ich neigte immer dazu, spezielle instrumentale Fähigkeiten zu bewundern und mich von ihnen blenden zu lassen. Dabei achtete ich vielleicht zu wenig auf die musikalische Begabung und auf die Gesamtpersönlichkeit.
F: Führten solche Fälle zum Abbruch des Flötenstudiums?
G: Ja, jedenfalls des Studiums mit mir.
F: Haben Sie einen Glücksbringer bei sich, wenn Sie auf die Bühne gehen?
G: Ich bin prinzipiell nicht abergläubisch, aber ich trage immer die Taschenuhr meines Vaters mit mir, in einer speziellen Tasche meiner Frackhose. Wenn ich die Uhr vergesse, fehlt etwas und ich bin unruhig. Ausserdem ist die sichtbare goldene Berlocke eine Attraktion für das Publikum. Ein Flötenspieler ist ja visuell vergleichsweise unspektakulär. So entdecken die gelangweilten Zuschauer wenigstens die Berlocke. Fast nach jedem Konzert werde ich gefragt, was das geheimnisvolle kleine Ding wohl bedeute…(lacht)
F: Leiden Sie unter trockenem Mund vor und bei öffentlichem Spielen?
G: Ich saß einmal stundenlang vor unserem offenen Holzofen. Als ich danach spielen wollte, funktionierte es nicht. Aber schuld daran waren wohl eher die trockenen Lippen?
F: Nein, der Mund trocknet aus und die Zunge fühlt sich in dieser Situation an, als würde sie stecken bleiben.
G: Ich kenne dieses Problem nicht, aber ich würde vielleicht versuchen, eine Zitrone zu essen, um den Speichelfluss anzuregen. Möglicherweise könnte schon die innere Vorstellung von Zitronensaft genügen. Denn der trockene Mund ist ja ein psycho-physisches Symptom.
F: Kennen Sie das Phänomen unwillkürlicher Halsgeräusche während des Spielens?
G: Ja, sie stellen sich manchmal ein bei besonders intensivem Espressivo-Spiel. Lange wusste ich kein Mittel dagegen und konnte auch Schülern bei dem Problem nicht helfen. Bis ich mich an Sandor Vegh erinnerte. Wenn seine Violinschüler unter dem berühmten Bogenzittern litten, so befahl er ihnen, dieses Zittern absichtlich zu üben. Sobald sie es beherrschten, waren sie auch imstande, es abzustellen. Dasselbe Prinzip wende ich an in unserem Fall. Das heisst: gleichzeitig Singen und Spielen! Dabei sollte man hauptsächlich auf die Singstimme achten. Lässt man dann die Stimme weg, so bleibt nur der Flötenton - rein und unverkrampft. Es funktioniert phantastisch. Dies ist auch der Sinn der entsprechenden Übung in meinem Check-up. Dass man damit gleichzeitig einen Effekt für moderne Musikstücke erlernt, ist nur eine Nebenwirkung.
F: Ich las in einem Interview aus dem Jahr 1984, dass Sie kein Flöten-Fan gewesen seien und Cellisten und Pianisten wegen ihrer grösseren Ausdrucksmöglichkeiten beneidet haben. Ist dies so geblieben, oder haben Sie versucht, den Ausdrucksbereich der Flöte zu erweitern?
G. Mit dem Neid habe ich aufgehört, und naturgemäss bemühte ich mich darum, mit meinem Instrument das Bestmögliche zu machen. Dabei hat sich die Vorgehensweise ein bisschen geändert. Zuerst kam ich nur von der musikalischen Vorstellung her und stiess dann auf mein instrumentales Ungenügen. Später - vor allem infolge des Unterrichtens – versuchte ich mir klar zu werden, was auf dem Instrument objektiv möglich ist und was nicht. So kam ich beispielsweise zu der Meinung, dass es für den Flötisten vier klar unterscheidbare und erlernbare Ton-Charaktere gibt - die allerdings nicht einmal auf der ganzen Skala des Instrumentes realisierbar sind.
F: Welche Klänge sind das?
G: Grob gesagt: 1) pianissimo – 2) möglichst Oberton-arm 3) möglichst Oberton-reich – 4) fortissimo. Ich habe dies in einem Artikel, der beim Orchester und in Flöte aktuell erschienen ist, ausführlich erläutert.
F: Glauben Sie, dass man – beispielsweise im Unterricht - durch Aussermusikalisches, durch Worte, Bilder, szenische Vorstellungen etc. Musikalisches vermitteln kann?
G: Beim Instrumentalunterricht kann und sollte man m. E. immer von zwei Seiten ausgehen. Einerseits von der musikalischen und andererseits von der technischen. Das Technische besteht darin, das Instrument, seine Möglichkeiten und seine spezifischen Schwierigkeiten kennen zu lernen, zu analysieren, und entsprechende Übungen zu finden. Das Musikalische besteht in der inneren Vorstellung, die wir versuchen, mit dem Instrument zu realisieren. Für das Erste habe ich Check-up geschrieben – eine konzentrierte Möglichkeit zur Kontrolle unserer spezifisch flötistischen Eigenheiten. Dem Zweiten sollten die beiden Hefte Interpretation und The Singing Flute dienen. Interpretation ist eine Anleitung zum Text-Verständnis. Und mit The Singing Flute kann man erfahren, dass es eben nicht darum geht, eine Melodie mit einem der besagten vier Flötenklänge zu versehen, sondern darum, sich von der Musik inspirieren zu lassen.
F: Und dabei können aussermusikalische Bilder helfen?
G: Ganz sicher! Schon die sprachliche Umschreibung, etwa piano cantabile oder forte appassionato, leitet unsere Vorstellung in eine bestimmte Richtung. Unserer Fantasie sind dann keine Grenzen gesetzt. Sie können an einen blauen Sommerhimmel denken oder an einen stürmischen Liebhaber…Aber nicht irgendein idealer Flötenton, sondern die Musik sollte bestimmen, wie wir zu klingen haben!
F: In Österreich gibt es sehr wenige Orchesterstellen für FlötistInnen. Auch an Musikschulen sind die Berufsaussichten für junge InstrumentalpädagogInnen sehr schlecht. Eine Studie ergab, dass erst in zehn Jahren wieder genügend Stellen für FlötenpädagogInnen frei werden. Meiner Meinung nach sollte es nun einige Jahre keine Aufnahmeprüfungen für Flöte an den Musikuniversitäten und Konservatorien geben.
Wie denken Sie über darüber?
G: Die Situation ist überall die gleiche: einerseits gibt es einen beeindruckenden, nie da gewesenen hohen Standard bei allen Instrumentalisten, es herrscht Überangebot bei knappen Berufsstellen und eine daraus resultierende sehr harte Konkurrenz. Andererseits fährt man fleissig fort mit der Förderung von Talenten, und Wettbewerbsveranstaltungen auf allen Ebenen schiessen aus dem Boden. Wo soll das hinführen ? - Ihr Vorschlag wäre prüfenswert, und ich persönlich bin froh, kein Ausbildner von Flötisten mehr zu sein, für deren berufliches Fortkommen ich nicht die geringste Verantwortung übernehmen kann. Die Empfehlung an die Jungen kann nur lauten: Seid flexibel, lernt Traverso für den Markt auf dem Gebiet alter Musik, lernt die ganze Flötenfamilie, vom Piccolo bis Bassflöte für neue Musik, lernt Musikheilkunde, oder spielt in Flötenorchestern…
F: Sie waren bekannt als einer der wenigen Bläser, die auswendig konzertierten. Halten Sie Auswendigspielen für wichtig?
G: Meine erste Flötenlehrerin hielt mich als Neun- oder Zehnjährigen zum Auswendigspielen an, mit Mozart, Händel und Debussy. So war ich von früh auf daran gewöhnt. Mit Berio oder Boulez, die ich erst viel später gelernt habe, hörte dann das Auswendigspielen auf. Im Prinzip halte ich das Auswendig-Lernen für sehr nützlich, den Zwang zum Auswendig-Spielen im Konzert finde ich hingegen unsinnig, und er kann sich sogar negativ auswirken.
F: Etüden sind bei StudentInnen oft unbeliebt. Sind sie nach Ihrer Meinung unerlässlich?
G: Ich glaube, dass für einen Bläser die konzertreife Beherrschung von Etüden etwas vom überhaupt Schwierigsten ist. Deshalb habe ich an der Musikakademie Basel immer Etüden-Spiel verlangt – so wie es auch für mich als Student am Conservatoire National in Paris üblich war. Bei SCHOTT wird nächstens eine Etüdensammlung erscheinen, in der sich mein Lehr-Programm widerspiegelt. Sie umfasst ganz verschiedene Stile von Boehm bis zum 20. Jahrhundert.
F: Haben Sie unter zeitgenössischen Flötenkompositionen eine Vorliebe?
G: Ich liebte es immer, Rezital-Programme, z.B. Barock-Musik, aufzulockern mit modernen Stücken. Aber ich war nie ein Pionier für Zeitgenössisches und spielte meistens Werke, die schon ausprobiert waren. Die Sequenza von Berio musste mir vor vierzig Jahren von einem fortschrittlich eingestellten Studenten erst aufgezwungen werden. Heute stelle ich fest, dass ich immer wieder auf Stücke älteren Datums zurückgreife, z.B. Jolivet, Fukushima, Willy Burkhard.
F: Wenn Sie vor die Wahl gestellt würden, ein einziges Stück aus der gesamten Flötenliteratur heraus zu holen und zu spielen, was wäre dies?
G: Syrinx von Debussy. Das Stück ist genial und wirklich für die Flöte gedacht.
F: Meister Graf, ich möchte mich für dieses Interview herzlich bedanken…
(Das Interview führte Fr. Forough Djafar-Zadeh-Karimi)
PETITION GEGEN RSO-AUFLÖSUNG
Liebe ÖFG-Mitglieder,
im Zuge der Sparpläne der ORF Geschäftsführung ist geplant, das Radio Symphonie Orchester (RSO) Wien nicht nur auszugliedern, sondern gänzlich aufzulösen!!!
Ich sehe es als eine Selbstverständlichkeit, mit allen uns - als ÖFG-Mitglieder und Musiker - zur Verfügung stehenden Mitteln gegen so eine himmelschreiende Dummheit vorzugehen.
Denn wie wir wissen, sind ORF-Chor und ORF BIG BAND ja leider bereits wegrationalisiert worden ................
Damit so etwas nicht auch dem RSO passiert --> hier folgender Aufruf:
Seit 06.05.2009 gibt es eine offizielle Seite mit einer Petition zur Rettung des RSO Wien. www.onlinepetition.at
BITTE HELFT mit, diesen kulturfeindlichen Wahnsinn zu VERHINDERN und unterzeichnet die Onlinepetition.
Animiert bitte auch möglichst viele Menschen zu unterschreiben, indem ihr diese Mail an kulturinteressierte Bekannte, denen die Erhaltung des RSO-Wien ebenfalls ein Anliegen ist, weiterleitet.
Bei denjenigen, die meiner Bitte schon zuvorgekommen sind, bedanke ich mich sehr herzlich für ihr Engagement!
Mit flötistischen Grüßen
Ihre/eure
Heidi Kohlbauer
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Liebes ÖFG-Mitglied,
im Anhang eine EINLADUNG zur
Flötenmatinee der StipendiatInnen des „Werner Tripp Memorial Fund“ in Gedenken an
em. o. Univ.-Prof. Dr. Werner Tripp
Termin: Sonntag, 26. April 2009, 11.00 Uhr
Ort: Joseph Haydnsaal der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien,
Anton von Webernplatz 1, A-1030 Wien
Die StipendiatInnen 2008/09
Rafael Aponte
Ju Hee Kim
Dora Arpas
Petruska Mlakar
Ester Auch
Doris Nicoletti
Birgit Böhm
Elena Ruzicka
Desislava Dobreva
Jadranka Sundov
Birgit Fluch
Lilla Szücs
Mirel-Maria Gergova
Miho Todaka
Noémi Györi
Luka Zeleznik
Tünde Jakab
Im Anschluss gemütliches Beisammensein mit Buffett
Es wird um Antwort bei Zusage bis spätestens 22. April 2009
unter Telefonnummer: 01/7134370 (Karin Tripp) oder 71155/2401 gebeten
16. April 2009
Betreff: Flötendiebstahl !!!
Sehr geehrte MitgliederInnen der Oesterreichischen Flötengesellschaft!
Mir wurde heute (16.April 2009) meine Muramatsu Goldfloete gestohlen.
Wo: Bruckner Privatuniversitaet Linz
Adresse: Wildbergstrasse 18, A-4020 Linz
Beschreibung von der Floete:
Handmade All Gold Flute/14K
Serialnummer:69000
Frenchstyle
A:442
with low B foot,E-mech-str.
Falls diese Floete irgendwo bei ihnen unterkommen sollte,bitte ich sie bei mir zu melden
Aya Yabuki
Landstrasse 79 A-4020 Linz
Tel:+43650/5621122
19.3.2009
Vermisse meine Flöte .....
Aus Versehen habe ich meine Querflöte in einer S-Bahn liegen lassen, seither
versuche ich vergeblich sie wieder zu finden.
Meine Sankyo Vollsilberflöte mit Tomasi Kopf und Goldmundplatte ist
seit Donnerstag verschwunden. Die Seriennummer ist 1367, Marke Sankyo 501 RBE.
Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung, indem Sie freundlicherweise evt. ein
Rundmail an sämtliche Musikhäuser etc. schicken würden, um die Chance zu erhöhen,
dass meine Flöte wiedergefunden wird.
Es ist mir ein sehr großes Anliegen, denn ohne meine Flöte bin ich in meinem Studium (Musikerziehung auf Lehramt) aufgeschmissen.
Herzlichen Dank im Voraus für Ihr Entgegenkommen!
MfG
Bernadette Fallmann
Meine Telefonnummer:
0699/10990700
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EMMANUEL PAHUD, unser ehemaliger Flötenfeststar
(er spielte übrigens mittels ÖFG - beim Flötenfest “Vive la flûte” 1997- zum ersten Mal im Konzerthaus), wird am
Mi. 14. Jan. 2009 von 10:00 bis 13:00 im Konzerthaus, Schönbergsaal, eine Meisterklasse abhalten.
Als Hörer oder Spieler können nur Mitglieder teilnehmen, welche den ÖFG-Mitgliedsbeitrag 2008 und 2009 einbezahlt haben.
Eventuell kostet die Teilnahme eine Kleinigkeit.
Die finanziellen Angelegenheiten sind noch nicht gelöst, denn das Konzerthaus hat hier das letzte Wort.
Aktive Spieler sollten mir bitte gleich per E-Mail das Stück angeben, welches sie für Emmanuel spielen möchten. Dann sende ich Emmanuel die gesamte Liste und er sucht aus.
Es können nur 6 aktive Spieler berücksichtigt werden (wir haben nur 3 Stunden, dann fliegt Manu nach Hamburg weiter)!
Vom Konzerthaus erhalten wir lediglich 50 Karten, wer kommen will soll sich bald Email bei Heidi Kohlbauer (oefg@gmx.at) oder mir auf die „Warteliste“ schreiben.
Di. 13. Jan. 2009, 19:30 spielt PAHUD alle Bachsonaten im Konzerthaus.
Das Kartenkontingent ist bald aus!!!!
Ich reserviere für die ÖFG einige zu bezahlende Tickets, bei Interesse sofort bei mir melden
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Liebes ÖFG-Mitglied,
herzliche Einladung zur Präsentation der neuen CD „Pfeffer und Schmalz“ der „Cremser Selection“:
Monika SMETANA, Sopran
Regina STUMMER , Flöte
Eva GAISMEIER, Violine
Peter RAUSCHER, Kontragitarre
am
Dienstag, 09.12.2008, 17:30 Uhr in die
Wienbibiliothek im Rathaus
Bartensteingasse 9 / 1. Stock
1010 Wien
und/oder am
Donnerstag, 11.12.2008, 19:00 in den
Festsaal der Raiffeisenbank Krems
Dreifaltigkeitsplatz 8
3500 Krems
Eintritt frei
Im Anschluss: Schmalzbrote und Wein von Peter Rauscher
u.a.w.g.:
Regina Stummer
Tel.: 0043/676/5291579
Email: regina.stummer@aon.at
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VERKAUF:
Wunderschönes August Richard Hammig Piccolo zu verkaufen:
Es ist ein wunderschönes Ebenholzinstrument – Hab es von Uesawa vor etwa 9 Jahren gekauft.
Danach habe ich ein super Kopfstück von Mehnert dazu gekauft.
Der Originalkopf hat einen sehr leichten Reformansatz, der Mehnertkopf ist ohne.
Der Originalpreis war ÖS 48.000; der Mehnertkopf hat ÖS 11.000 gekostet.
(insgesamt jetzt umgerechnet: über € 4.000 )
Meine Verhandlungsbasis wäre € 3.500.
Tel: 06991 11 63 765
bayermaura@hotmail.com m.bayer@mindandmore.at
Seit Dienstag, den 1. Juli 2008 sind wir in unserem neuen Geschäft erreichbar.
Unsere neue Adresse lautet:
Gärtnergasse 7 A-1030 Wien Austria
Tel.Fax: 0043 1 9424528Infos auch unter:
"byungjae kang" meisterkang@bjflute.at
WICHTIGER TERMIN:
Fr. 9.- So. 11. Mai 2008
4. Internationales Flötenfest der Italienischen Flötengesellschaft
"Falaut Festival 2008" in Cernusco sul Naviglio - Milanowww.falaut.it
www.falautfestival.it
Info: Associazione Flautisti Italiani
Corso Umberto I, 221F
80058 Torre Annunziata (NA) Italia
Telefax +39.081.8626766
+39.081.8628181
e-mail: falautacademy@falaut.it
mobile: 335 6796531 - 347 4776692_______________________________________________
DIEBSTAHL PICCOLO
Hallo,
ich heiße Maria Beatrice CANTELLI und HABE EIN RIESENPROBLEM.
Mir ist die Piccoloflöte am 9.1.2008 am Mozarteum Salzburg gestohlen worden.
Ich hatte sie in ein Schließfach eingesperrt, bin was essen gegangen, nach der Mittagspause fand ich mein Schließfach AUFGEBROCHEN, vom Piccolo KEINE SPUR mehr.
Und zwar ist es ein neues Mehnert Piccolo, Wert: 5000 Euro. Ich schicke auch Fotos mit (siehe Anhang).
Leider hat mein Piccolo keine Seriennummer, aber es gibt nur sehr sehr wenige davon.
Besonderheit: mein Mundloch ist etwas heller, kein Lack mehr!
Bilder: Piccolo (pdf)
Ich bin TOTAL verzweifelt!!!
Bitte helfen Sie mir!!!!!!!!
Vielen Dank
Maria Beatrice CANTELLI
Meine Handynummer: 0650 300 2681
Email: mbc.flute@hotmail.de
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Samstag, 26.Jänner 2008, 11.00 Uhr, im Konservatorium Wien, Johannesgasse 4aÖFG : CD Präsentation zum 80. Geburtstag von Gottfried Hechtl
dem Partner, Freund und Lehrer zu Ehren
Liebe ÖFG Mitglieder!
Herzliche Einladung zur CD Präsentation!
Ein musikalisches und flötistisches Weltbild, zusammengestellt vom ORF aus Live Mitschnitten und Produktionen.
Gottfried Hechtl wird anwesend sein, viele seiner ehemaligen Schüler werden diesen Geburtstag flötespielend umrahmen. ÖFG-Präsident Raphael Leone moderiert die Präsentation.
Mit der Bitte um zahlreiches Erscheinen, Ihr
Fast 50% auf Holzquerflöte Yamaha YFL-874W, Ringklappen mit vorgezogenem G, Ausstellungsinstrument, Zustand: NEUWERTIG,
2 Jahre Werkstattgarantie
Sonderpreis: EUR 5600.-
Querflöten- und Klarinettenbau
A-6306 Söll, Dorf 35, AUSTRIA
Tel.: 0043 5333 5502, Fax: 0043 5333 20 219
info@musik-neureiter.at www.musik-neureiter.at
Gedenken an + Ferdinand Köck
...... am 15. August 2007 verstarb Ferdinand Köck an den Folgen
seiner schweren Krebserkrankung.
Er hat bis zum Schulschluss seine Arbeit als Flötenlehrer fortgeführt
und sein Engagement für die Vernetzung der Flötisten in Tirol ist nicht
wegzudenken.
Besonders viel Freude hatte er, wenn er mit seinen Schülern und Schülerinnen zu den Flötenfesten nach
Wien reisen konnte.
Christine Köck
ch.koeck@cni.at
Diebstahl:
Karl-Heinz Schütz Flöte gestohlen/ Flute stolen!!
Liebe Flötenkollegen und -kolleginnen!
Bitte helfen Sie mit, meine Flöte wieder zu finden! Sie wurde mir am Sonntag den 20.5.2007 in Rom, Italien im Zug auf der Fahrt zum Flughafen Rom-Fumicino mitsamt meiner schwarzen Altieri-Flötentasche gestohlen.
Beschreibung: Brannen-Cooper 14 Karat Goldflöte (in-line mit h-Fuß), Nr.
2963 im Original Brannen-Etui. Kleines Merkmal: Die Flöte hat eine kleine Delle hinten, rechts von den Trillerklappen, zwischen Triller- und Daumenklappen Bitte leiten Sie diese Mail an alle Mitglieder bzw. relevanten Personen weiter. Sie könnten mir damit sehr helfen!
Vielen herzlichen Dank,
Karl-Heinz Schütz
Karl-Heinz Schütz (1. Flöte Wiener Symphoniker) Weimarerstraße 114/2/5 1190 Wien khaschuetz@hotmail.com
0043 (0)650 20 67 5 67
Dear Flute-Friends!
Please help to find my flute again! It was stolen when I was driving by train to the Rome-Fumicino airport on Sunday 20th of may. It was in the original brannen flute-case in my Altieri-flute-bag with some music etc.
Description of the flute: Brannen-Cooper 14Karat goldeflute, in-line with B-footjoint, number 2963. Small Specification: the tube is pressed in a little bit between the trill-keys and left thumb-key.
Please passe over too all relevant persons this mail!
Thanks for your kind cooperation!
Karl-Heinz Schütz
Karl-Heinz Schütz (1. Flöte Wiener Symphoniker) Weimarerstraße 114/2/5 1190 Wien khaschuetz@hotmail.com
0043 (0)650 20 67 5 67
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Preise:
Karin ANDERL, Flöte
(Studierende von Furugh Karimi-Djafar-Zadeh)
hat beim Premio Paolo Spincich 2006 in Triest (7. - 10. Dez 2006) den
2. Preis gewonnen
Wir gratulieren herzlichst!
Flötenstelle Ausschreibung
Musikschule Bregenzerwald
Dir. Urban Weigel
Pfarrhof 5
6863 Egg
urbanweigel@telering.at
Erwin Klambauer, der am Montag das Solokonzert von Wolfram Wagner uraufgeführt hat, berichtet:
Als Solist einer Uraufführung ists ja immer besonders spannend; man weiß
vorher nicht genau, was auf einen zukommt. Bei Wolfram war es jetzt doppelt
spannend: zum einen fragte ich mich, ob das Konzert rechtzeitig fertig wird,
zum anderen, was dabei herauskommt, wenn ein studierter Flötist für "sein"
Instrument schreibt! (W. Wagner studierte Flöte; Anm. d. Red.)
Als die Partiturseiten nun stückweise ankamen, war ich sofort sehr
glücklich, hielt ich doch ein hervorragendes Flötenkonzert in Händen, das es
verdient in das Repertoire der Flötisten aufgenommen zu werden. Es
beinhaltet alles, was ein Solokonzert braucht, bietet dem Solisten genug
Gelegenheit, sich richtig "auszutoben", wieder innezuhalten, in Dialog mit
dem Orchester zu treten .
Ich hatte viel Spaß dabei, das Stück zu lernen, zu üben, mich den
Herausforderungen (z.B. in der halsbrecherischen Kadenz) zu stellen
und ich hoffe, es werden noch viele Aufführungen
folgen!!
Erwin Klambauer
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Zum Konzert Erwin Klambauer am 8. Jänner 2007 im
Brahmssaal
Am 8. Jänner 2007 fand im Brahmssaal des Wiener Musikverein die
Uraufführung eines Flötenkonzertes statt: „Konzert für Flöte und
Kammerorchester Peter Keuschnig gewidmet und für ihn und den Flötisten
Erwin Klambauer geschrieben Wolfram Wagner 2006“
Schon beim Lesen der Partitur wird rasch klar: Hier
handelt es sich um den Konflikt Melos gegen Rhythmus. Das Thema des
einsätzigen Werkes ist im Anfangsmotiv deutlich formuliert. Ein
Unisono-Ton wird im Orchestrer langam vom Pianissimo ins Forte
crescendiert (Melos) und endet im Fortissimo eines kurzen chromatisch
absteigenden Sekundschritts (Rhythmus). Quasi ein Pistolenschuß gleich
zu Beginn.
Was antwortet die Flöte darauf? Beschwichtigen, beruhigen. Dieses
Muster wiederholt sich. Der bedrohliche Baß entgegen den hell
surrenden, lichternen Streichern. Nach vorne drängend, in
Halbton-Schritten aufwärts crescendierend, Verdichtung. Bevor der
Konflikt eskaliert setzt wieder eine Flötenkadenz ein; neue Idee; neue
Rhythmus-Landschaft im Hintergrund. So geht es durch alle Satzteile:
Rezitativ, Arioso, Allegro Molto, Lamento,
Allegro. Dann die große Überraschung, die meist melismatische oder
heitere Flöte emanzipiert sich. Endlich, als Coda, ertönt das
Anfangs-Konfliktmotiv in der letzten Flötenkadenz. Der Flötist spricht
es nun selber aus; und dann legt er los: Erwin Klambauer prescht nach
vorne. Überzeugend führt die Flöte in der Klang-Landschaft der
Schluß-Seqenz . Das Orchester –sichtlich überzeugt- folgt ihr bis zum
fulminanten Schluß.
So spannend ist zeitgenössische Musik. Von Dr. Peter Keuschnig
dirigiert eine reine Freude.
Zum Werk:
Ein virtuoses Werk für Flöte. Wolfram Wagner komponiert nicht a-tonal;
tonale Zentren sind immer deutlich erkennbar. Diese verändern und
beziehen sich aufeinander. Zum Spieltechnischen: WW verlangt (außer
Flagolett-Tönen) keine neuen Spieltechniken.
Das Werk gliedert sich in fünf Abschnitte
Rezitativ
Arioso
Allegro Molto
Lamento
Allegro
Das Flötenkonzert basiert auf dem Zentralton C, der das ganze Rezitativ
über bis inklusive Arioso beibehalten wird. Im Arioso herrschen aparte
Klänge/ Harmonien vor. Als Kontrast zur Chromatik im Rezitativ hören
wir diatonische Halbtöne. Allegro Molto: Der Zentralton wandert nach
oben: c, cis, d, dis, e; die Gestik ändert sich; Sechzehntelnoten,
Staccatto,
Unruhe. Immanent zweistimmig die Flöte im Tempo 160. Dramatische
Steigerung und Höhepunkt des Konflikts im Tritonus h – f dann kurze
Überleitung zum Lamento: e-moll, Trauer als Antwort auf das dramatische
Geschehen des Allegro Molto. Die Hauptmelodie in der Flöte wird vom
Orchester getragen. Als rhythmische Begleitung ein Conductus. Schwere
Schritte vorwärts. (Die Chromatik des Anfangsmotivs als rhythmische
Begleitung .) Wir hören die Melodie im Fagott, in den Streichern. Dann
eine Rückung zur Subdominanten nach E-Dur. Allegro! Im Höhepunkt auf E
wird nach C zurückmoduliert. C im Baß, wieder Rhythmus gegen Melos. Und
schließlich die Coda piu mosso, eine Beschleunigung aufs doppelte
Tempo.
Hier führt die Flöte, das Orchester lässt sich begeistert führen. Eine
großartige Leistung des Flötisten Erwin Klambauer. Sehr musikalisch das
Ensemble Kontrapunkte unter der gewohnt gekonnten Leitung von Dr. Peter
Keuschnig. Wolfram Wagner hat unser Flötenrepertoire um ein gelungenes
Konzert bereichert. Der Klavierauszug wird bis Mitte Februar
fertiggestellt.
Mirjam Mikacs
